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Bericht Thailandhilfe NACSEA Relief

Date: 30.07.2015 | News

Am 11.10.2011 entstand der Gedanke, das wir mit der NACSEA Relief die Flutopfer in Thailand unterstuetzen. Unser Bezirksapostel Urs Hebeisen sagte 1000 USD fuer die Aktion zu. Die Gemeinde Hua Hin, einige deutsche und schweizer Geschwister, sowie Freunde beteiligten sich rege an der Spendenaktion, sodass wir bis zum Aktionstag Stand ( 03.11.2011) 181.000,-THB das entspricht ca.5838 USD bzw. 4309 Euro sammeln konnten. Mit Absprache der oertlichen Regierung und einem ansaessigen Rescueteam wurde fuer unsere Hilfsaktion der 4.11.2011 terminiert. Zuerst war geplant, in das 400km entfernte Utha Thani zu fahren,doch da sich das Hochwasser weiter suedlich verschoben hatte, wurde von dem Rescueteam angefragt, ob wir unseren Einsatz nicht nach Phatum Thani Rangsit und Ayuttaya verschieben koennten,beide Staedte liegen am Randgebiet noerdlich von Bangkok( ca 40km). Dies haben wir zugestimmt. Doch zuvor waren noch einige Arbeiten zu erledigen, das Packen der Hilfstueten. Geplant waren 2300 Tueten zu packen, doch da noch weitere thailaendische Firmen bereit waren, unser Projekt zu unterstuetzen, sind es 3000 Tueten geworden. Schlussendlich wurden 15000 FlaschenTrinkwasser sowie 6000Kg Reis, 4600 Pakete Trockennudeln und 2300 Dosen Fisch gekauft. Am Freitag dem 04.11.2011 wurden all die Hilfsgueter auf einem Marktplatz angeliefert und von dem Team verpackt,welches aus der Gemeinde Hua Hin,dem Rescueteam und den Mitarbeitern von der P&A notary bestand. Die Gemeinde Hua Hin trug dabei ein T-shirt mit unserem Kirchenlogo. Die 6 Tonnen Reis wurden zu 2Kg Tueten verpackt,dann Nudeln und der Fisch dazugelegt, von anderen oertlichen Spendern bekamen wir noch Sanitaerutensilien, die wir den Tueten hinzufuegten. Gegen 18 Uhr waren saemtliche Sachen verpackt und konnten auf die LKW’s verladen werden, welche uns von der Royal Thai Armee zur Verfuegung gestellt wurden. Die LKW’s wurden an den Seiten mit einem Banner versehen,wo die Hauptsponsoren genannt wurden. Alle Helfer gingen dann nach Hause,um sich fuer den bevorstehenden Einsatz nochmal “frisch zu machen” und kurz zu erholen, da sich der Konvoi um 1.00 Uhr nachts in Bewegung setzen sollte. Dies bedeutete noch eine Stunde Schlaf tanken, da das Treffen auf 0.00 Uhr angeraumt war. Sieben Mitglieder der Kirchengemeinde Hua Hin kamen zum Treffpunkt, um den Konvoi zu begleiten. Die naechtliche Fahrt im Konvoi mit 17 Fahrzeugen, wie Pick Up’s, den LKW’s,Gelaendewagen und einem Krankenwagen steuerte die erste Tankstelle an, um die Fahrzeuge zu tanken und zu ueberpruefen.Nach 35 km musste ein erster Stop auf der Autobahn eingelegt werden, da durch den Fahrtwind sich ein Banner geloest hatte. Nach ein paar Minuten ging die Fahrt dann weiter Richtung Phatum Thani Rangsit. Gegen 5.30 Uhr erreichten wir das Zielgebiet. Der Rescueleiter lud mich ein, mit Ihm die Wasserstaende zu ueberpruefen. Ein waghalsiges Unternehmen… mit einem Pick Up in das Hochwasser hineinzufahren. Nach nur ca 500m machten wir kehrt, da das Wasser schon bis zu den Tuergriffen reichte, also suchten wir eine andere Strasse, wo wir testeten, ob die Trucks bis zu dem Treffpunkt mit einem weiteren Rescueteam mit Booten, hinfahren konnten. Gegen 7.30 starteten die Trucks, zusaetzlich noch mit den Helfern auf der Ladeflaeche zu dem Treffpunkt, fuer uns eine leicht abendteuerliche Fahrt, aber spannend, denn alle waren motiviert bis in die Fussspitzen.Um 8 Uhr erreichten uns die Boote, welche von uns beladen wurden, um die Hilfsgueter und die Verteilteams aufzunehmen. Ein unglaubliches Bild zeigte sich uns. Wir fuhren mit dem Boot durch ueberflutete Strassen, die bis zu 2,5m unter Wasser waren. Es dauerte nicht lange, bis wir in den Obergeschossen der Haeuser die ersten antrafen, deren wir unsere Hilfstueten und Trinkwasser zuwerfen konnten. Ein unglaubliches Gefuehl fuer alle beteiligten, da ALLE dort lebenden Menschen trotz ihrer Not immernoch ein laecheln im gesicht hatten und so dankbar und freudig waren, das jemand zu Ihnen kam, um ihnen zu helfen. Nach ca 3 Stunden auf dem Boot, fuhren wir wieder zurueck zum Truck, wo das andere Team schon auf uns wartete um zum naechsten Zielort, Ayuttaya, aufzubrechen. Die Fahrt dorthin erwies sich als sehr erschwerlich, fuer die ca 50km benoetigten wir ca 3,5 Stunden, da alle Strassen und Bruecken zugeparkt waren. Jeder Mitbuerger aus dem Gebiet, versucht seinen PKW oder anderes Hab und Gut, auf den hoeher gelegenen Strassen in Sicherheit zu bringen. Einige Strassen waren auch schon ueberflutet, was unsere Anreise zudem erschwerte. Nichts desto trotz kamen wir alle unversehrt am 2. Hilfspunkt an. Die LKW’s wurden abgeladen und die Gueter auf 4 Boote verteilt. Alle die beim ersten Einsatz nicht mit auf den Booten waren, gingen nun aufs Boot und die anderen konnten sich ein wenig erholen oder ein wenig schlafen. Auch dort das gleiche Bild. Der Weg zum Einsatzort fuehrte ueber bis zu 3m Ueberflutete Reisfelder zu den in Not geratenen Menschen. Alle waren so dankbar und froh ueber unseren Einsatz. Dieser endete mit Einbruch der Dunkelheit gegen 18.30 Uhr am Samstag. Dann machten wir uns auf den Heimweg. Fuer die 30 km, um aus dem Krisengebiet zu kommen, benoetigten wir wieder ca 3 Stunden, da es in der Dunkelheit noch brisanter ist, auf den Ueberfluteten Strassen zu fahren. Gegen 00.15 Uhr am Sonntag morgen haben wir alle unseren Heimatort Hua Hin sicher erreicht. Erschoepft, aber mit einem guten Gefuehl fielen wir ins Bett. Den Entschlafenengottesdienst, haben wir auf den Sonntagabend gelegt, damit alle Beteiligten genug Zeit hatten, um sich fuer den GD zu erholen. Es war ein sehr arbeitsintensives Wochenende, welches sich voll gelohnt hat, wenn man die dankbaren Gesichter der in Not geratenen Menschen gesehen hat. Wir werden alle Beteiligten zu einem besonderen “Dank Gottesdienst” zeitnah einladen, um unsere Kirche und Glauben weiter bekannt zu machen und hoffen, dass wir mit unserem kleinen Einsatz ein wenig Helfen konnten.